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Bahnhof Buchholz in km 46.5
1908 bei der Betriebseröffnung waren 4 Gleise
vorhanden, das Empfangsgebäude (Baumuster Kleines EG) und die Wasserversorgung
für die Dampfloks. 1909 wurden das Ausziehgleis/Steilstreckenschutz und eine
Drehscheibe mit 12 Meter der Bahnhofsanlage beigegeben. Der Bahnhof wurde mit
mech Signaltechnik versehen. (Einfahrsignale und fernbediente Weichen) 1910
erfolgte die Verlängerung der Gleise in Richtung Emmelshausen und der
Lokschuppen mit 3 Ständen wurde gebaut. Wobei 2 Stände für die Zahnradloks
eingerichtet wurden und ein Stand für die Loks aus Simmern genügen musste.
Während der Lokschuppen noch heute völlig umgebaut von einer Firma genutzt wird,
wurde das Empfangsgebäude in einer Nacht- und Nebelaktion wenige Stunden vor der
Unterdeckmalschutzstellung abgerissen. Das Abrissgerät wurde von der Firma (Stellt
Baugeräte her) gegenüber des Bahnhofes gestellt und war NEU. Im Jahre 1938
wurden die Gleise nochmals in Richtung Emmelshausen verlängert und das Stellwerk
durch ein modernes Einheitsstellwerk ersetzt. Im Krieg wurde vsl die Drehscheibe
entfernt, die seit ca 1920 nicht mehr benötigt wurde. In einem Film von ca 1930
ist die Drehscheibe noch zu erkennen. Nach dem Krieg wurden die Gleise wieder
gekürzt. Die Lokbehandlungsanlagen verloren dann 1956 ihren Sinn, da der
Gesamtverkehr von modernen Schienenomnibussen übernommen wurde. Der
Lokbehandlungsbereich mit dem Lokschuppen wurde von der Firma gegenüber des
Bahnhofes angekauft und bis in die 90iger als Verladeanlage für ihre Produkte
genutzt.
Bis 1972 sicherten Einfahrsignale den Bahnbetrieb. Ausfahrten wurden
vom Aufsichtsbeamten per Abfahrtsstab gegeben. Nach 1972 wurden in Richtung
Simmern zwei Formsignalen aufgestellt, die beide das Signalbild Hp0/2 zeigen
konnten. Der anschließende Weichen + Bahnübergangsbereich war nur mit
10km/h zu befahren. Die Einfahrt in die Steilstrecke wurde durch ein
Gruppensignal gesichert. Hier war es nötig, dass der Fahrdienstleiter per
Abfahrtsstab weiterhin der Zugfahrt zustimmte. Mitte der 1970iger Jahre erfolgte
eine völlige Umgestaltung des nördlichen Bahnhofskopfes. Grund war der Bau einer
Brücke für die A61. (siehe Bilderteil)
Anfang der 1980iger Jahre wurde Gleis 3 rückgebaut und das Stellwerk angepasst.
Die Stilllegung der Strecke Emmelshausen - Simmern am 28.05.1983 brachte den
Bahnhof Buchholz unter die Verwaltung der BD Köln. Nur 2 Jahre wurde der Bahnhof
nun noch betrieben. In den letzten Wochen des Mai 1985 wurde der Bahnhof
zurückgebaut und ein kleines Stellwerk (ohne örtliche Besetzung) gegenüber des
EG ersetzte das alte Stellwerk im Bahnhof. Aber auch dieses Stellwerk wurde
nicht lange betrieben. Nach dem Ende des Güterverkehrs wurde dieses auch Mitte
der 1990iger Jahre außer Betrieb genommen.
Am 03.08.1987 erfolgte als Höhepunkt der Zerstörungswut der Abriss des
Empfangsgebäudes nur wenige Stunden vor der unter Denkmalunterschutzstellung.
In den 1990iger Jahren versuchte die DB den Haltepunkt Buchholz nochmals mit
einem neuen Haltepunktdesign aufzuwerten. Schade um das Geld. Schon wenige
Wochen nach der feierlichen Vorstellung waren Scheiben und Sprechverbindungen zerstört. Die
Kosten der Anlage hatte das Land RP übernommen. Für die Instandhaltung war die
DB AG zuständig. So präsentiert sich Heute auch die Anlage. |
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Oben 1908 (ohne Stellwerksanbau) und das Ende nach 79 Jahren.
(Rechts) |
Der aktuelle Fahrplan der Hunsrückbahn
HIER KLICKEN |
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1908 bis 1929 Zahnstangenloks der
Baureihe 97
1930 bis 1955 Tenderloks im Reibungsbetrieb der Baureihe 94
1956 bis 1983 Schienenbusse der Baureihe VT98 (798)
1983 bis 1995 Dieselloks der Baureihe V100 (213)
1996 bis 2010 Dieselloks der Baureihe V160 (215/218) |
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Telegramm über das Eisenbahnnetz
Für das Jahr 1953 liegt eine Fernsprechverbindungsvorschrift vor: In Buchholz
konnten Täglich von 7 bis 19 Uhr Telegramm aufgegeben und von 8 bis 12 / 15 bis
18 Uhr empfangen werden. |
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Betrieblichen Aufgaben und der
Güterverkehr
Bis 1962 wurde die Strecke bis Emmelshausen nach FV betrieben. Ab 1962 oblag die
Betriebsführung dem Zugleiter in Kastellaun. Ab Juni 1983 war dann der Fdl
Buchholz Zugleiter für die Reststrecke bis Emmelshausen. Mehr zum Thema in
KÜRZE. In Richtung Boppard wurde bis zum 01.06.1985 nach FV ohne
Streckenblockeinrichtungen gefahren. Danach wurden die Signale rückgebaut und
der FDL Boppard übernahm als Zugleiter die Verantwortung. Zugkreuzungen waren
auch weiterhin möglich in Buchholz. Die beiden Einfahrweichen waren bis 1995
fernbedient. Nach Einstellung des Güterverkehrs wurden auch diese Weichen
Rückgebaut und es nur nur noch noch möglich, einen Zug auf der Strecke
verkehren zu lassen. In Boppard wurde eine Stellwerksanpassung eingebaut, die
keine weitere Zugfahrt zulässt. Die Sicherheitsvorschriften zur
Steilstrecke bring ich in einem eigenen Beitrag.
Der Güterverkehr war seit der Betriebseröffnung sehr bescheiden. So
verkehrte der Nahgüterzug von Simmern ab Mitte der 50iger Jahre nur noch bis
Emmelshausen. Die Bedienung des Tarifpunktes Buchholz besorgte ein SoloVT98 der
im Fahrplan als Gmp verkehrte. Anfang der 70iger änderte sich das durch die
Ansiedlung von Industrie direkt am Bahnhof. Von nun an war es notwenig die
Übergabe bis Buchholz zu führen. Zur Verladung kamen Baugeräte. Die waren das
Hauptgut auch bis zur Einstellung des Güterverkehrs im Jahre 199?. Ab 1983
erfolgte die Bedienung nicht mehr über Simmern sondern über die Steilstrecke.
Triebfahrzeugeinsätze und Besonderheiten bring ich in einem EXTRABEITRAG zum
Thema Steilstrecke. |
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Bahnhof Buchholz 01.07.2008
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