Haltestelle Leiningen  
Bilder Strecke nach Emmelshausen Bilder Haltestelle Leiningen Bilder Strecke nach Pfalzfeld
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Haltestelle Leiningen in km 33,3
Ein typischer kleiner Landbahnhof. Ein kurzes Ladegleis, in der Nähe ein Beamtenwohnhaus. Die Bahnhofsgaststätte über der Bahnhofsanlage und ein kleines Empfangsgebäude das sogar seines  Gleichen im Hunsrück sucht. Erweitert mit einer kleinen Güterabfertigung die dem Plan "Kleines Empfangsgebäude" entspricht. Der Güteranbau wirkt deshalb auch ein wenig zu groß für das kleine Fachwerkempfangsgebäude. Inwieweit ein Steinbau nach dem Muster der anderen Bahnhöfe geplant war, lässt sich heute nicht mehr ermitteln. 

Danke eines kleinen Heftes "Leiningen Geschichten aus einer Hunsrück-Gemeinde" ist ein wenig Bahngeschichte für die Nachwelt erhalten geblieben.
Bahnhofsvorsteher waren die Brüder Eduard und Peter Wagner (Scholtesse Eduard und Peter) wohl in den 1930iger bis 1950iger. Davor der Vater der Brüder.
Die Post wurde mit dem Frühzug (7:ooUhr) und dem 15:00 Uhr Zug nach Leiningen gebracht. verschickt wurde die Post mit dem Spätzug (20:00 Uhr) nach Boppard.
Verschickt wurden von der Haltestelle Leiningen Grubenholz, Kartoffeln und Getreide. Das Grubenholz und Lohholz wurde direkt am Bahnhof verarbeitet. Die Rinde wurde von den Buben geholt und diente der Bauersfrau als Anmachholz bzw für mal schnell was kochen. Im Empfang waren Dünger und Hausbrandprodukte. 
Nur wenige Veränderungen wurden in 75 Jahren Haltestelle vorgenommen.
In den 1930iger Jahren wurden rechts und links im Ladegleis Gleissperren angebracht. Diese sollten das abrollen von Wagen verhindern. Im Jahre 1952 wurden die Weichen und Gleissperren mit einem Schlüsselkasten gesichert. Am 17.04.1961 wurde das Ladegleis entfernt und wohl wenig später das Empfangsgebäude abgerissen.
 Der gesamte Verkehr auf diesem Abschnitt endet am 28.05.1983 als der letzte Schienenbus nach Simmern gegen 16.00 Uhr hier verkehrte. Montags wurden die Schwellen ins Streckengleis eingebaut und ein neues DB-Grenzeschild aufgestellt. (siehe Bilderteil Strecke nach Emmelshausen) Offiziell Stillgelegt wurde der Abschnitt am 01.04.1987 und abgebaut ab 11.Januar 1988 nachdem zwischen den Feiertagen 1987 alle Signale abgebaut wurden.
Vorher ging ein kleiner Kampf mit der Denkmalsbehörde einher. Zum 04.09.1987 wurde die Strecke vorläufig unter Denkmalschutz gestellt. Leider fand sich kein Konzept und im Dez des selben Jahres wurde die Strecke zum Abbau frei gegeben.  Hunsrücker Politiker haben Damals wie Heute wenig Interesse an umweltschonenden Verkehrsmitteln. 

Empfangsgebäude Leiningen. Ein Einzelstück und damit ein Diamant

Dank der Sammelwut von Herrn Franz Heyer sind tolle Bilder und Dienstunterlagen erhalten geblieben. Unten ein Bild ca 1930 bis 1953 das die Ladestraße zeigt und links das Dienstbuch des Haltepunktes. Mehr zu den Bildern im Bilderteil

 

Unfall beim Bau der Hunsrückbahn bei Leiningen
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Demnächst ein Bericht
 

Am Morgen des 28.05.1983 hält der letzte Durchgangstriebwagen von Bingerbrück nach Boppard in Leiningen

Literatur: Ortschronik von Leiningen    

 

Eines der schönsten Landschaftsaufnahmen der Strecke Simmern - Boppard.

Besonders auf diesem Abschnitt wurden Brücken gebaut.

Strecke Pfalzfeld 29,0 km bis Leiningen 33,3 km
In einer weiten Linkskurve wurde die Bahn gleich nach dem Verlassen des Bahnhofes Pfalzfeld am Anfang des letzten Jahrhunderts hier gebaut. Ein Damm wurde aufgeschüttet und 4 Durchlässe wurden angelegt. Nachdem die erste Linkskurve durchfahren ist, hatte man einen wunderschönen Blick zum Bahnhof Pfalzfeld der gut Sichtbar über Pfalzfeld zu sehen ist. Oberhalb der Bahn liegt der Ort............. der über keinen Haltepunkt verfügte. Nur kurz konnte man den Ausblick geniesen , den der Zug legt sich nun in eine Rechtskurve um den Bergrücken zu umfahren. Auch hierbei handelt es sich wieder um ein 180 Kurve. Luftlinie von Pfalzfeld nach Leiningen nur etwa 2 km. Der Zug hatte einen Weg von 4,35km. Da der Abschnitt Leiningen - Emmelshausen ebenfalls solche Umwege aufweist, trat hier besonders der Nachteil zum Bus in Erscheinung. Nur im Winter konnte die Bahn klar Punkten. Die Hunsrückhöhenstraße wurde in diesem Bereich ohne Rücksicht auf Höhenunterschiede angelegt. So kommt es noch heute, bei schlechter Witterung, zu Verkehrsstockungen auf der B327.
 Der Abschnitt Pfalzfeld - Emmelshausen war der erste Bereich der Gesamtstillgelegt wurde. Im Januar 1988 rückte der Bauzug an, um sein Werk zu verrichten.

 
 
 
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Samstag, Mai 30, 2009