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Bahnhof Kastellaun in km 15.1 |
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Der Bahnhof
selber wurde am 27.10.1901 eröffnet, als die Eisenbahn von
Simmern Kastellaun erreichte. Alle Weichen waren Handbedient
und kein Signal sicherte den Bahnhof.
Das Empfangsgebäude (Backsteinbau) hat Ähnlichkeiten mit den Gebäuden in
Stromberg und Kirchberg und ist ein schlichter Bau.
Erst am 01.Oktober 1906 wurde
die Strecke bis Pfalzfeld eröffnet. In dieser Zeit wurde die
Schranke an der Ortsstraße eingerichtet und Einfahrsignale aufgestellt. Ich vermute aber, das wie auf fast allen
Stationen im Hunsrück, der Bahnhof erst im Zusammenhang mit
dem Hunsrückhöhenstrassenbau erweitert wurde. Der erreichte Zustand Ende der 30iger Jahre
konnte sich bis 1983 erhalten. In den 60igern wurde die
Schrankeanlage von 2 großen Bäumen auf 4 kleine
Umgestellt. Es wurden zwar immer wieder
Rückbaumaßnahmen von Weichen vorgenommen, aber der
Grundplan blieb bestehen. Bei Einführung des BND-Betriebs
1952 wurde der Fahrdienstleiter Zugleiter bis in
die 70iger. Die restlichen Jahre übernahm diese Funktion
der Fahrdienstleiter Simmern. Aber der örtliche
Betriebsbeamte Kastellaun blieb trotz dieser Verlagerung bis
1983 erhalten. Das Stellwerk wird auf einer eigenen Fotoseite des Bahnhof´s Kastellaun gezeigt .
Ebenfalls bis zum 28.Mai 1983 geöffnet,
blieb die Fahrkartenausgabe inkl Gepäck und
Expressgutabfertigung. Güterverkehr in Kastellaun gab es hauptsächlich für die Bundeswehr (Gerätedepot Kappel).
Aber auch Forstbetriebe und der Landhandel trugen ihren Teil
zum Aufkommen bei. Einen schönen Überblick über die
Art der Fracht gibt das Bild der Leih50iger Dampflok aus
Ehrang auf der Fotoseite. Ebenfalls
hochgeladen habe ich auf der Fotoseite zum Bahnhof
Kastellaun, die Straßenansicht und den Fahrplan der
Bedarfsübergabe in den 70igern.
Nachdem der Bahnhof seine Signalanlagen verloren hatte,
wurden auch die Fernsprechverbindungen in Richtung Pfalzfeld
abgebaut. Ab Kastellaun konnte nur noch ein Zug im
Abschnitt nach Pfalzfeld verkehren. Als im Frühjahr 1985 der große
Holzverkehr bekann, war diese Einsparmassnahme von großem Nachteil. Zeitweise
war in dieser Zeit eine Lok in Kastellaun stationiert, die
sogar Schubdienste in Richtung Bell leistet. Das Jahr 1985
war auch das letzte große Erfolgsjahr der Bahn. In den
folgenden Jahren kam manchmal über Tage kein Zug nach
Kastellaun. Sämtliche Gleise wurden im Jahre 1997 abgebaut
um einem Parkplatz/Bushaltestelle Platz zu schaffen.
Heute Erinnert nur noch wenig an den Bahnhof in Kastellaun.
Das Empfangsgebäude wurde umfassend Saniert und ist nicht wieder zu erkennen.
Alleine der Güterschuppenanbau lässt noch die alte Bestimmung erkennen. |
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Güterverkehr: Wie durch ein Wunder ist ein ganzer Monat Zugmeldeblätter aus den
50igern erhalten geblieben. Darin ist nur die planmäßige werktägliche
Bedienfahrt verzeichnet. Verspätungen sind auch nicht zu erkennen. In den
70igern steigerte sich das Frachtaufkommen und zusätzlich zur Bedienfahrt nach
Buchholz verkehrte eine eigene Übergabe nach Kastellaun. Dies hielt aber nur
wenige Jahre.
Be und Endladen wurden in Kastellaun Forst und Landwirtschaftliche Güter. Ein
Sägewerk in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof ist nachgewiesen. Sogar mit
Feldbahnanschluss zur Verladerampe. Ein großes Reifeisenlager sorgte auch für
Frachten. Ab den 60igern wurde auch die Bundeswehr zum Kunden der Bahn. Ab
und An kam es auch zu großen Manövern mit umfangreichen Bahntransporten, |
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Streckenbeschreibung
Strecke von Bell bis Kastellaun,
km 13,1 bis km 15,1 |
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Nur knappe 2 Km trennen die Bahnhöfe Bell und Kastellaun.
Von Bell geht es im Gefälle (1:40) bis zur Einfahrweiche
Kastellaun. Von Kastellaun nach Bell war in den ersten Betriebsjahren mit
schwachen Güterzuglokomotiven eine Schiebebetrieb notwendig. Das
letzte Schiebebetrieb fand in den Jahren nach
dem Jahrhundertsturm Wiebge (Mitte der 1980ziger) statt. Ansonsten
führt die Strecke hier zwischen Kaserne und Wohngebiet (beides in den 1950igern
entstanden) entlang. Aus diesem Grund sind auch keine Aufnahmen aus diesem
Bereich vorhanden. |
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Aktuelles "Rund um
Kastellaun" und der Hunsrückbahn
Im Forum für die Hunsrückbahn |
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