|
 |
|
Bahnhof Bell in km 13,1 |
|
Die Haltestelle Bell (Eröffnet 1901) liegt gute 2 km vom
Ort Bell entfernt. Die Notwendigkeit einer Station Bell lässt sich Heute nicht
mehr genau klären. Vermutlich ein Erzabbau im nahen Wald und die Möglichkeit
Forstgüter Ortsnah zu verladen, verhalfen der Abseits liegenden Station, zu
ihrer Entstehung.
Zudem waren nach der Eröffnung im Streckenbereich Kastellaun-Bell-Alterkülz
Schiebelokomotiven für die Güterzüge nötig. In einer ersten Bestandsaufnahme vom
Mai 1901 ist die Station Bell nicht einmal erwähnt.
Das Empfangsgebäude entstand als eines der letzten
Gebäude an der Hunsrückbahn um 1910. Gut zu erkennen an der geänderten Dachkonstruktion.
(vergleich Sie mit Ebschied oder Alterkülz) Einen weitern Ausbau erfuhr die
Station in den 30igern Jahren. Eine lange Verladerampe wurde erstellt.
Wahrscheinlich auch in dieser Zeit erfolgte der Bau eines kleinen Stellwerks.
(Bild oben der Anbau vor der Güterabfertigung) Die Einfahrten wurden mit mechanischen Signalen gesichert.
Die Hebel sind auf dem Bild oben zu erkennen. Diese ganzen
Modernisierungsmaßnahmen sind im Zusammenhang mit dem Bau der
Hunsrückhöhenstraße und den Kriegvorbereitungen der Machthaber im Dritten Reich
zu sehen.
Nach dem verlorenen Krieg wurde der Bahnhof wieder zurückgebaut zu einer
Haltestelle. Die Einfahrsignale entfielen und wurden durch Trapeztafeln ersetzt.
Bis zum Einbau der Blicklichtanlage 1962 ist eine
örtliche Besetzung in den Direktionskarten Trier und Saarbrückenkarte
eingezeichnet. Inwieweit eine mechanische Schranke vorhanden war,
konnte ich noch nicht klären. Ebenfalls in diesen Zeitraum
wurde der Rückbau zweier Weichen auf dem Bahnhofskopf in
Richtung Alterkülz durchgeführt. Dadurch war eine Bedienung
des Ladegleises nur noch bei der Fahrt nach Kastellaun möglich. Eine Massnahme
die sich in den 80igern als sehr nachteilig erwies.
Bis zum letzten Plantag mit Personenzügen am 28.05.1983 war es
notwendig, dass der Zugführer/Schaffner, für Züge in Richtung Boppard,
eine Fahranfrage stellte. Grund: Die Schließzeiten der Schranke in Kastellaun
auf ein Mindestmass reduzieren.
Bis zur Betriebseinstellung wurde das Ladegleis von der Forstwirtschaft rege zur
Verladung von Holz aus den nahen Wäldern genutzt. |
|
Bild aus den 1950 Jahren. Das Stellwerk wurde um 1955
rückgebaut. |
|
 |
|
 |
|
|
|
|
 |
|
Streckenbeschreibung
Strecke vom Bf Alterkülz 9,5km bis zur Haltestelle Bell km
13,1km |
|
Von Alterkülz nach Bell steigt die Strecke nun merklich
an. Kurz hinter Alterkülz wird die Landstraße nach
Hasselbach gekreuzt. Gesichert war der Übergang mit einer Blicklichtanlage. Nur
wenige Meter weiter wurde die Landstraße Hasselbach-Wünschheim ohne technische
Sicherung gekreuzt. Danach wird nach wenigen Metern die Landstraße in Richtung
Hunsrückhöhenstrasse unterquert. Die Brücke wurde wenige Jahre nach der
Streckeneröffnung erstellt. In den 60igern wurde die alte Brücke durch eine neue
Brücke ersetzt. Dies ist im Zusammenhang mit der Aufrüstung im Verlauf des
Kalten Krieges zu sehen. (Transportwege für das Militär/Nato) Noch Heute mahnen
die Raketenabschussanlagen in unmittelbarer Nähe.
In einem weiten Bogen an Hasselbach vorbei, durchschneidet die Bahn bis Bell ein
Waldstück.
Warum die Gemeinde Hasselbach nie einen eigenen Haltepunkt hatte, lässt sich
wohl nach über 100 Jahren nicht mehr klären. |
|
Aktuelles "Rund um
Bell" und der Hunsrückbahn
Im Forum für die Hunsrückbahn |
|
 |
|
 |
|